Integrierte Realschule Zell an der Mosel

Ausstellungen bei dem Jubiläum der Firma Kessler

Seit Anfang des Schuljahres schufen viele Klassen und Wahlpflichtfachgruppen des Fachbereichs Kunst außergewöhnliche Objekte und Kunstwerke, die dem  Jubiläum der Firma Kessler einen einzigartigen Rahmen geben sollten. Mit der finanziellen Unterstützung von Kessler konnten diese Werke entstehen.

Die Wahlpflichtfachgruppe Kunst 6.1 beschäftigte sich mit Picasso und baute im praktischen Teil ihres Unterrichts lebensgroßeWinzerskulpturen aus Metallschrott. Vorausgegangen war eine mühevolle Suche nach geeigneten Winzergegenständen. Durch die große Auswahl von interessanten Teilen konnten sie ihre Figuren an vielen Nachmittagen in der Schule zusammenschrauben, kleben oder mit Draht verbinden. Jede der Figuren zeigt, wie phantasievoll und kreativ sie ihrem Vorbild Pablo Picasso nacheiferten. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit der Plastik „Frau mit Kinderwagen“ von Picasso, die im vergangenen Jahr alle Klassen im Original im Museum Ludwig in Köln gesehen und besprochen hatten.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c gestalteten Glasstelen, die beim Jubiläum Farbe in die Geschäftsräume der Firma zauberten. Dieses Projekt war nur durch einen Zufall möglich geworden. Lange versuchte der Kunstlehrer, Herr Richerzhagen, preiswert an Glasplatten (Sicherheitsglas mit geschliffenen Kanten) zu kommen, bis ihm plötzlich ein Arbeiter mit einer solchen Platte entgegenkam. Dieser entsorgte gerade die Einlegeböden von Vitrinen, die bei Umbauarbeiten wegfielen. Sie eigneten sich hervorragend für dieses Projekt. Die Firma Kessler schweißte anschließend Halterungen, die auf eine Gehwegplatte montiert wurden. So können die Schüler ihre Glasstele zu Hause wunderbar dekorativ präsentieren.

Die Klasse 6d bemalte Weinflaschen, was sich bei der Arbeit nicht so ganz leicht umsetzen ließ. Schwierig war es, auf der Rundung die Farbe aufzutragen. Aber auch dies Projekt gelang den IGS-Schülern.

Die Wahlpflichtfachgruppe Klasse 7 zeichnete zuerst Entwürfe, die dann mit Hilfe des Overheadprojektors auf Bleche übertragen wurden. Unter einem Höllenlärm sägten die jungen Künstler ihre Figuren mit der Stichsäge aus. Diese Arbeiter im Weinberg zogen schon am gleichen Abend nach der Jubiläumsfeier um in das Gelände des Zeller Krankenhauses, in dem sie ihren Bestimmungsort fanden. Dies Projekt war nur möglich durch die großzügige Unterstützung des Krankenhauses. Am Abend des Jubiläums durften die anderen Werke abgeholt werden und werden ab sofort viele Gärten und Häuser schmücken. Die Schüler hatten schon sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet.

von Martin Richerzhagen