Integrierte Realschule Zell an der Mosel

„Was ist typisch deutsch?“

IGS Schüler präsentieren ihre eigenen Antworten auf die Frage in der aktuellen Ausstellung im Rathaus Zell.

 

Schülerinnen und Schüler der Klassen 10c und 10d drücken künstlerisch aus, was sie unter dem Thema „Typisch deutsch“ verstehen. Ideengeber für diese künstlerische Auseinandersetzung war die Anfang des Jahres 2014 bis April stattgefundene Ausstellung des Designers Rolf Sachs (ältester Sohn von Gunter Sachs) im Kölner Museum für angewandte Kunst. Er, der in New York lebende Designer, stellte in Köln etwas ironisch seine Interpretationen von „Typisch Deutsch“ aus. Er beschäftigte sich in seiner Arbeit mit deutschen Tugenden, von denen einige gleich vor dem Museum auf Mülltonnen vorgestellt wurden. Für die Müllabfuhr sind sie nicht gedacht, denn auf den Tonnen steht nicht „Papier und Pappe“ oder „Wertstoffe“, sondern zum Beispiel „Schadenfreude“, „Taktlosigkeit“, „Intoleranz“, „Spießigkeit“, „Sturheit“ oder „Neid“ – alles also, was wirklich in den Müll gehört. Leider konnten die Schüler diese Sonderausstellung aus Terminschwierigkeiten und organisatorischen Gründen nicht besuchen, jedoch konnten Bilder und Berichte aus dem Internet als Auseinandersetzung mit dem Thema verwendet werden. Die Zeller Schüler setzten in ihren Werken z.B. die Themen wie das Oktoberfest, typisch deutsche Namen und die Pünktlichkeit um. Stefan Lux baute neben seinem schlafenden Mann eine ganze Batterie aus Weckern auf, damit dieser pünktlich ist. Niklas Bauer stellt auf seinem Spiegel die für ihnen sinnlosesten Gesetze dar. Dadurch dass er es auf einem Spiegel montierte, wird der Betrachter Teil des Kunstwerks. Auch Großplastiken sind in der Ausstellung zu finden. Sie greifen die Idee der Pop Art Künstler wie Claes Oldenburg auf, Alltägliches überdimensional darzustellen. Martin von Sikorski und Lars Theisen bauten mit viel Mühe und Zeit eine große Bittburgerflasche aus Draht, Pappe und Verpackungsmaterial.  Paul Görgen  lehnte sich nicht nur an die überdimensionale Größe an, sondern auch an die Vorgehensweise, alles umgekehrt zu zeigen, nämlich die krossen Fritten weich aus Schaumstoff zu bauen. Weitere plastische Arbeiten werden von Mathias Weis „Weinglas aus Gips“, Sarah Ehm mit einem Gipsrelief von silbernen Gartenzwergen und einem Gartenmodel von Paula Kochhan gezeigt. Sie zeigt das Rasenmähen am Samstag, das ordentlich aufgestapelte Brennholz und die Bepflanzung in Reihen fast so wie mit der Wasserwaage gezogen. Paul Rees präsentiert den neuen Brauch von Verliebten Schlössern an der Kölner Hohenzollernbrücke. Sophia Reis zeigt auf ihrem Bild, um was wir besonders von Amerikanern beneidet werden, die vielen schönen historischen Bauwerke, für die wir berühmt sind. Viele weitere Themen und Meinungen sind auf den zahlreichen Bleistiftzeichnungen, Bildern mit Kreide oder Filzstiften und plastischen Arbeiten zu finden und warten, von den Besuchern entdeckt zu werden.

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