Integrierte Realschule Zell an der Mosel

WPF Kunst zeigt Werke in der Marienburg

Ausstellung  auf der Marienburg zum Thema Gewalt und Krieg

 

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 , die im 2. u. 3. Viertel des Schuljahres das Wahlpflichtfach Künstlerisches Gestalten gewählt hatten, beschäftigten sich im Unterricht mit Leben und Werk des Künstlers Pablo Picasso. Im theoretischen Teil wurden die wichtigsten Phasen (Blaue u. Rosa Periode) erarbeitet und die Stilrichtungen wie der Surrealismus und Kubismus. Als Abschluss stand das Werk „La Guernica“ im Mittelpunkt der Erarbeitung. Dies gab auch den Anstoß zur praktischen Arbeit. Ziel war es, sich dem Thema Gewalt und Krieg auf künstlerische Art und Weise zu nähern. Die Technik konnten die Schülerinnen und Schüler selber auswählen. Einige setzten das Thema in inszenierter Fotografie um. Ihre Fotos zeigen Gewalttaten u. Mord so wie wir  sie leider zu häufig aus der Presse erfahren, andere Fotos setzen sich mit dem Umfeld von Jugendlichen wie zum Beispiel „Mobbing“ auseinander. Sara Lehmen, Jessica Deis u. Michelle Meißner zeigen in einem ihrer Fotos eindrucksvoll die Situation eines verzweifelten Jugendlichen. Auf dem Foto von Julian Kaufmann zerschlägt ein Hammer eine Vase, um deutlich zu machen, was Gewalt bewirkt und dass diese Tat nicht mehr rückgängig zu machen ist. In diesem Jahr haben sich sehr viele Schüler für die plastische Umsetzung entschieden. Aus Gasbeton haben sie Elemente wie die Taube, das leidende Pferd, den Ochsen und Darstellungen von sterbenden oder leidenden Menschen aus dem berühmten Bild Guernica entnommen und dreidimensional umgesetzt.  Lukas Goebel hat auf seiner 2 m breiten Leinwand leicht verfremdet das Bild Guernica nachempfunden. Der Stein von Nico Krämer zeigt eine schwarze und eine weiße Hand, die in Stacheldraht gefangen sind und sich nicht mehr befreien können. Beim Betreten des Kirchenraumes fällt der Blick des Besuchers sofort auf die goldene Wand von Maximilian Treis, Emely Heinz u. Jule Steffens. Sie haben sich von einer Arbeit von Louise Nevelson aus dem Museum Ludwig inspirieren lassen. Ihre vergoldeten Kisten zeigen in jeder Kiste einen anderen Aspekt von Gewalt und Krieg. Olga Schanin zeigt mit ihren Holzkugeln spielerisch und abstrakt, dass eine Gewalttat wie ein Schneeballeffekt eine Lawine auslösen kann. Fotos von Gewalttaten aus Zeitschriften verarbeitete Lars Mohr zu einer gelungenen Collage. Auf diesen Hintergrund klebte er eine Karikatur mit zwei Menschen, einer von ihnen wird mit einer Waffe bedroht, jedoch erwidert er nicht mit Gewalt, sondern zeigt zum Verblüffen des Gegenüber freundlich eine Blume. Diese Karikatur regte auch noch zwei andere Gruppen zu weiteren plastischen Arbeiten an.   Es gibt natürlich noch zahlreiche andere Werke, die ab sofort im Kirchenraum der Marienburg hängen und stehen. Der Besucher der Ausstellung ist eingeladen, die Werke zu betrachten und die Gedanken der jungen Künstler dazu zu lesen. Erfreut wären die Schülerinnen und Schüler über zahlreiche Rückmeldungen im ausliegenden Gästebuch zu ihren Arbeiten.

 

 

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