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Kunstvolle Wandgestaltung bringt Farbe ins Leben
24.2.2017 Offene Kunst – Werkstatt
Kunstausstellung der IGS Zell im Krankenhaus Zell
Begegnung mit Originalen der Kunstgeschichte
Anders als im Kunstunterricht konnten die Schüler des Wahlpflichtfachs Kunst Klassenstufe 7 bei ihrem Besuch im Museum Ludwig die Originale aus der Nähe betrachten. Thema des Unterrichtsganges war: „Wie haben Künstler Köpfe dargestellt?“. Vor Beginn des Rundgangs erhielten die Schüler den Auftrag, ihrem Geruchssinn nachzugehen. Schnell hatten sie das Kunstwerk von Dieter Roth „Die Badewanne zu Beethoven“ gefunden. Er hatte aus Schmelzglasur und Schokolade/Kuvertüre Büsten von Beethoven erstellt und sie in eine Zinkbadewanne geworfen. Schnell erkannten die Schüler, dass er nicht Kunst für die Ewigkeit herstellen wollte, sondern, wie man es schon beim Betreten des Raumes riechen konnte, Kunst vergänglich sei.
Dagegen hat Giacometti mit seinen Bronceplastiken Kunst für die Ewigkeit geschaffen. Von ihm wurden die Kunstwerke „Die Nase“ und „Place (Three Figures and a Head)“ im Gespräch erarbeitet. Von Picasso betrachteten die jungen Künstler die Maske „Kopf eines Picador mit zerbrochener Nase“ und die überdimensionale Gipsbüste „Frauenkopf“, die eine seiner Frauen, Dora Maar, zeigt. Auch aus dem Kunstunterricht bekannte Arbeiten wie „Frau mit Kinderwagen“ konnten jetzt im Original betrachtet werden und durch das Vorwissen das Kunstwerk erklären. Erstaunt waren die Schüler, dass Edward Kienholz in seinem „War Memorial“ keine Gesichter zeigt. Er ließ die Gesichter bewusst weg, um zu verdeutlichen, dass im Krieg es nicht um die einzelnen Persönlichkeiten geht, sondern sie nur Marionetten der Kriegsführer sind. Dass Kienholz gegen den Krieg war und mit seinem Werk die Sinnlosigkeit des Kriegs verdeutlichen wollte, war den Schüler schnell klar, da diese Soldaten einen Bistrotisch einer Hotdogbude erobern. Durch die intensive Auseinandersetzung konnten die Schüler zurück in der Werkstatt sehr schnell mit ihrer praktischen Arbeit beginnen. Nachdem sie den schwarzen Wachs formbar geknetet hatten, entstanden sehr unterschiedliche Kunstwerke. Jeder lehnte sich an andere im Museum gesehene Werke an.
Beeindruckende Kunstwerke entstanden.
Wahlpflichtfach Kunst 10 engagiert sich für Ruanda
An zwei Projekttagen schufen sie große Wandbilder für den neu gebauten Kindergarten in Kirenge. Die Partnerschule in Kirenge hatte vor langer Zeit den Wunsch geäußert, Die Teilnehmer der Ruandareisegruppe 2016 könnten während ihres Aufenthaltes den neu gebauten Kindergarten mit großformatigen Bildern gestalten. Im Laufe der Bauarbeiten stellte man aber fest, dass der Putz kein geeigneter Untergrund für Malerei war. Die Bilder sollten lange halten. So entstand die Idee, die Bilder auf alte Bettlaken zu malen, um sie dann vor Ort aufzuhängen. Die Schüler entschieden sich für 5 Themenbereiche: 1. Das Wirken des Ordensgründers De La Salle, 2. Kinderspiele, 3. Tiere, 4. Kinder der Welt und 5. Religiöse Bilder mit Motiven der Arche Noah und Jesus mit Kindern umringt. Lea und Marie malten Kinderspiele, Moritz das Wirken des Ordensgründers De La Salle, Jannik und Anna-Lena und die Gruppe von Franziska und Merlin das Thema Tiere. Kinder der Welt war das Thema von Sabrina und Marie-Luis. Milena gestaltete ihr Wandbild mit dem Motiv einer Arche Noha. Zuerst malte jedes Team an seinem Bild, und dann half man sich gegenseitig, so dass alle Bilder an diesen zwei Projekttagen fertig wurden. Die Fotos haben wir bereits nach Ruanda gemailt. Aus Ruanda kam eine begeisterte Reaktion. Am 13. Juli werden die Bilder mit nach. Ruanda genommen, und dort werden sie die Wände des Kindergartens verzieren.
Unsere Fahrt nach Köln in das Kunstmuseum Ludwig
Am Mittwoch, den 11.05.2016, sind wir mit der ganzen Klasse 5b nach Köln gefahren, um dort das Ludwig Museum zu besuchen und eine Nana vor Ort zu gestalten. Wir trafen uns in Bullay am Bahnhof um ca. 7.30 Uhr, um von dort aus mit dem Zug weiter nach Köln zu fahren. Mit uns fuhr unser Kunstlehrer Herr Richerzhagen und unser Klassenlehrer Herr Schneider. Um 7.50 Uhr fuhren wir los. In Koblenz mussten wir dann noch einmal umsteigen. Als wir um ca. 9.45 Uhr in Köln ankamen marschierten alle gemeinsam in Richtung Museumsschule. Auf dem Weg dorthin sahen wir den mächtigen Kölner Dom, der mit seiner vollen Pracht dort stand. Zwei berühmte YouTuber haben wir hier auch gesehen. Angekommen in der Museumsschule, stellte sich Frau Hild vor, die uns dann später auch durch das Museum führte. Zuerst stellte sie uns unser Thema vor. Es lautete: Jeder Tag hat eine andere Farbe. Hierzu erzählte sie uns eine kleine Geschichtemit einem Bilderbuch: Egal, welche Farbe mein Tag hat, ich bleibe trotzdem ich. Danach gingen wir in das Museum, das direkt neben der Museumsschule lag. Wir schauten uns zwei Bilder und eine Skulptur an, die zu unserem Thema passten und besprachen sie. Wir wurden im Museum gelobt, weil wir die Klasse waren, die am schnellsten leise wurde und haben damit einen neuen Rekord aufgestellt. Im Museum hingen viele Bilder von bekannten Malern, wie z.B. Pablo Picasso. Danach gingen wir wieder zurück in die Museumsschule. Im Arbeitsraum besprachen wir, wie wir eine Nana herstellen und dann ging es auch schon los. Alles was wir brauchten war Zeitung, Kreppband, eine leere Klopapierrolle und Gips -und natürlich nicht zu vergessen – unseren selbst gebauten „Nana-Ständer“. Jeder hat aus Zeitung eine Grundform seiner Nana gemacht. Nana ist übrigens eine Figur, die schwarz mit einem bunten Kleid ist. Sie ist auch etwas kräftiger und hat dicke Brüste und einen dicken Po. Sie soll zeigen, dass auch kräftige Frauen schön sein können. Dann wurde die Zeitungsfigur mit Gipsstreifen überklebt. Als wir mit Gipsen fertig waren, räumten wir noch ein wenig auf und machten alles sauber. Herr Richerzhagen stellte die fertigen Nanas in mit Zeitung ausgelegten Kisten. Dann verabschiedeten wir uns von Frau Hild und machten uns auf den Weg zu McDonalds. Viel Zeit zum Essen hatten wir leider nicht, da wir direkt weiter zum Bahnhof mussten. Wir nahmen aber das Essen, was wir nicht mehr geschafft hatten zu essen, einfach mit. Um ca. 14 Uhr fuhren wir dann zurück. Im Zug war es sehr lustig, weil einige Schüler die Tür zum Abteil nicht aufbekommen haben. Auf der Fahrt nach Koblenz gab es dann noch Probleme mit den Gleisen, sodass wir 10 Minuten Verspätung hatten. In Koblenz erreichten wir aber noch unseren Anschlusszug und stiegen um. Um ca. 16 Uhr kamen wir in Bullay an, wo unsere Eltern schon auf uns warteten. Wir hatten uns bereits schon auf der Rückfahrt gefreut, unseren Eltern alles zu erzählen. Dies war ein sehr lehrreicher und schöner Tag.
Magdalena Ambrosius und Emely Schawo,
Kathedralendarstellungen inspirierten Schüler wie Künstler
„Den spannenden Weg dieses Bildmotivs von der Romantik bis in die heutige Zeit zeichnet das Wallraf-Richartz-Museum in seiner großen Sonderausstellung „Die Kathedrale“ nach.“
Eine exzellente Idee war es, in einer Sonderausstellung ein solches Thema auszuwählen und Bilder aus ganz unterschiedlichen Epochen zu präsentieren. So machten sich die Schüler des Wahlpflichtfaches Kunst Klassenstufe 10 auf diese Zeitreise. Der Rundgang begann mit einer gotischen Kirchenruine von Carl Blechen, Bildern der Romantik und den impressionistischen Arbeiten „Die Kathedrale von Rouen“ von Claude Monet. Der chronologische Rundgang führte die kunstinteressierten Jugendlichen weiter zu den Arbeiten von Alfred Sisley, dem Neoimpressionisten Maximilien Luce und schließlich zu den den Schüleren vertrauten kubistischen Arbeiten von Picasso. Bei diesen und anderen Kunstwerken konntendie Schüler auf ein Vorwissen aus ihrem theoretischen Kunstunterricht zurückgreifen. Im Unterricht hatten sie sich im ersten Halbjahr die Plastiken und Skulpturen im Laufe der Kunstgeschichte erarbeitet, so dass zu den einzelnen Epochen eine Grundlage vorhanden war. Zum Abschluss wurden die Arbeiten von Andy Warhol betrachtet, und daran anschließend begann die praktische Arbeit in der Museumsschule. Die Schüler gestalteten Kathedralen im impressionistischen Stil ( Pointillismus). Das naheliegendste Motiv war natürlich der nebenan stehende Kölner Dom. Die außerordentlich gelungenen Arbeiten werden in Kürze in der Cafeteria im Krankenhaus Zell zu sehen sein.
Kunstprojekt der besonderen Art
Der Förderverein Marienburg ermöglichte den jungen Künstlern des Wahlpflichtfachs Kunst Klassenstufe 10, eine neue Technik zu erlernen. Der Graffiti Künstler Nuhan Alp aus Wittlich leitete dieses Projekt. Unter seiner fachkundigen Anleitung entstanden zahlreiche Graffitis auf Leinwänden zu dem Thema: „Lebens-Wert“. Er hat schon oft Projekte mit Kindern und Jugendlichen im Raum Trier und Wittlich durchgeführt, jetzt auch an der Mosel.
Seit einiger Zeit arbeiten Ulla Schädler, Franz-Josef Kreuter, Werner Simon, Peter u. Thekla Arens mit Jugendpfarrer Jan Lehmann an der Neugründung eines Fördervereins Marienburg. Der Förderverein „Lebens(T)Räume“ soll in Zukunft kirchliche Jugendarbeit unterstützen und fördern sowie die Marienburg weiterentwickeln. Es sollen Freiräume geschaffen werden, um sich mit existenziellen Fragen auseinandersetzen zu können, Freiräume für Begegnungen und Austausch. Ziel ist eine höhere Wertschätzung der Ideen und Persönlichkeit der Jungendlichen. Vor Monaten lud Jugendpfarrer Jan Lehmann Herrn Richerzhagen ein, um gemeinsam mit den Gründungsmitgliedern über ein mögliches Kunstprojekt zu beraten. Mit dem ersten Kunstprojekt soll der Förderverein am Sonntag, dem 4. Mai, in einem Gottesdienst mit Weihbischof Helmut Dieser offiziell gegründet werden. Als erstes Projekt, so war man sich schnell einig, sollte ein Graffiti-Projekt zum Thema: „LebensWert“ Jugendliche auf unkonventionelle Weise an die Auseinandersetzung mit der Frage „Was gibt deinem Leben Sinn?“ heranführen. Herr Richerzhagen schlug dies Projekt den Schülerinnen des Wahlpflichtfachs Kunst Klasse 10 vor, die sofort begeistert waren. Zuerst sammelten die Jugendlichen Ideen. Am 28.1. war Nuhan Alp zu Gast im Kunstunterricht der WPF Gruppe und führte die Jugendliche in die Geschichte und Technik des Graffitis ein. Des weiteren wurden gemeinsam die Ideen der Schüler besprochen, auf Umsetzbarkeit überprüft, teils verändert oder ergänzt. Aber auch ganz neue Ideen entstanden, die dann in den folgenden Kunststunden weiter ausgearbeitet wurden, und auch erste Schablonen entstanden. Nuhan schlug vor, mit Schablonen auf Leinwände die Motive zu sprühen. Am Freitag 7.2. wurde von 7.45 bis 17.00 sehr intensiv und konzentriert auf zum Teil sehr großformatigen Leinwänden gearbeitet. Jede Farbschicht musste trocknen, bevor weitergearbeitet werden konnte. Eigentlich sollte die Arbeit Freitags um 16.00 beendet sein, aber alle wollten unbedingt weiterarbeiten – und so wurde es 17.00 Uhr. Samstags konnten alle in der Zeit von 10.00 – 17.00 Uhr ihre Arbeiten fertig stellen, und es blieb noch Zeit für Porträts von sich. herstellen. Ulla Schädler verwöhnte alle fleißigen Künstler mit einem Mittagessen und selbstgebackenem Kuchen. Zum Schluss bedankten sich alle bei Nuhan Alp, der sich so wunderbar auf die Jugendlichen einstellen konnte und sie zu diesen tollen Ergebnissen brachte. In seinem Resümee lobte er die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen, die individuellen Fähigkeiten einzelner und die Qualität der Ergebnisse. Vielleicht werden nach den Osterferien die Bilder in einem Sonntagsgottesdienst von den Jugendlichen vorgestellt. Auf jeden Fall werden sie zur Gründungsfeier im Mai zu sehen sein. Die folgenden Titel der Arbeiten lassen uns einen kleinen Einblick und Vorgeschmack auf die kommende Präsentation geben. Verena Deis Porträt hat den Titel: „Ich bin – und das ist einmalig“, Ann Katrin Treis „Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden“, Elina Herpel „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben Lebenswert machen“, Anna-Lena Rheinhard „Wo sich dein Herz wohlfühlt, ist dein Zuhause“, Nadine Kramer „Kann Film schauen ein Wert sein?“, Theresa Franzen „Wer fliegen will, muss den Mut haben, den Boden zu verlassen“. Das Bild von Herr Richerzhagen hat den Titel „Das Leben ist keine Einbahnstraße“. Alle möchten sich an dieser Stelle bei allen Mitgliedern des Fördervereins Marienburg bedanken, die das Projekt komplett finanziert haben von der Farbe über Leinwände und das Honorar für den Künstler Nuhan Alp.
“Ich – in einem Kunstwerk”
Im Kunstunterricht der Klasse 10a erhielten die Schüler die Gelegenheit sich selbst in ein Werk eines bekannten Malers zu integrieren. Zunächst verschafften sich einige Schüler einen Überblick über die moderne Kunst – andere hatten schon klare Vorstellungen von Künstler und Werk. Es wurde mit den unterschiedlichsten Materialien gearbeitet – einige entschieden sich nach ihren persönlichen Vorlieben, andere wagten sich an Neues. Spannend wurde es, als man sich selbst in das Bild integrieren sollte, entweder im jeweiligen Stil des Künstlers oder einer eigenen Idee folgend.
Zum Schluss stellten die Schüler ihre Arbeiten vor und hielten dazu ein Referat über den jeweiligen Künstler und seine Epoche. Die Klasse erhält nun die Gelegenheit die selbstgestalteten Arbeiten auf eigens vorbereitet Flächen im Schulhaus zu reproduzieren.
Hier folgt eine kleine Auswahl der Bilder – viel Spaß beim Entdecken der Schüler in den Kunstwerken.
von Christel Schön
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