Musik

Musik ist uns wichtig…
- … bei Ritualen (Singen zum Geburtstag, bei den Gottesdiensten und den Frühschichten)
- … bei Schulfesten
- … beim Afrikaprojekt der 5. Klassen
- … bei der Adventfeier der Senioren in der Zeller Schwarze Katz-Halle, organisiert von der Patenkompanie Kastellaun
- … im Nachmittagsbereich (z.B. Gitarren-AG)
- … in den Ensembles (2 Bläsergruppen, 3 Rockbands)
- … im 1stClassRock-Projekt: Hier lernen die Kinder im Musikunterricht ein Instrument
Warum ist Musik für uns so wichtig?
Die strukturelle Etablierung moderner oder internationaler Musik entspricht unserem Profil als offene „moderne Schule an der Mosel“. Für die Kinder hat der Kontakt mit Musik viele Vorteile:
Begabungen entdecken
Das große Angebot an Musikgruppen und Instrumentalunterricht hilft vielen Kindern dabei, ihre musikalische Begabung zu entdecken und weiter zu entwickeln. Dies ist neben den Angeboten am Nachmittag und bei Ritualen am besten im Rahmen des Musikunterrichts möglich. Daher haben wir uns für die Einrichtung des 1stClassRock Programms
entschieden, das grundlegenden Musikunterricht mit Instrumentalunterricht und Bandpraxis verbindet. Eine große Chance ist dabei, dass die Kinder in diesem Alter Pop- und Rockmusik gern mögen und von daher sehr motiviert sind. Moderne Musik macht ihnen Freude und diese wiederum ist ein wichtiger Faktor für den Schulerfolg vieler: Nach den Ergebnissen der neueren Hirnforschung sind es gute Erfahrungen sowie die Empfindungen von Spaß, Freude und Stolz auf Erfolge, die fürs Leben fit machen und die Leistungsfähigkeit des Einzelnen erheblich erhöhen. Es gibt Studien, die belegen, dass sowohl kognitiv benachteiligte als auch begabtere Kinder von einem erweiterten Musikunterricht sehr profitieren. Gemessen wurden diese Erfolge mit IQ-Tests und Schulerfolgen. (s. H.-G. Bastian: Kinder optimal fördern – mit Musik, 2001).
Selbstbewusstsein entwickeln
Musik ist auf Vortrag angelegt, das heißt, man spielt nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Freude der Zuhörer. „Selbstwirksamkeitskompetenz“ ist das Schlagwort. Wer es schafft, sich selbst als wirksam zu erleben, gewinnt ein stärkeres Selbstvertrauen und erreicht soziale Anerkennung.

Soziale Fähigkeiten entwickeln
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Musizierens ist die Tatsache, dass es gemeinsam mit anderen geschieht. Musik gilt als die sozialste aller Künste, denn man muss sich auf den Mitspieler einstellen, „hinhören“, sich mit ihm „abstimmen“. Nur so kann ein Musikstück gut klingen. Es gibt Sicherheit und Geborgenheit, in einer Gruppe mit anderen zu spielen und schult zugleich die sozialen Kompetenzen. Bastian kommt in seiner Studie zu dem Schluss: „Gemeinsames Klassenmusizieren, das Erlernen eines Instruments, Singen und Spielen sind kein bildungsbürgerlicher Luxus, sondern Humus, der die Sozialisierung von Kindern und Jugendlichen positiv beeinflusst. Was will man eigentlich noch mehr?“ (a.a.O., S. 107).
Die IGS Zell will ihrem Leitbild gemäß ein Raum für Lebensfreude und gute Erfahrungen sein. In diesem Sinne sind die Musikprojekte ein wichtiger Meilenstein bei der Gestaltung der neuen Zeller Schule als Lebensraum.
Möglich sind die zahlreichen Aktivitäten im Bereich Musik zusätzlich zum üblichen Musikunterricht nur durch die Zusammenarbeit mit unseren außerschulischen Partnern, der Kreismusikschule, Herrn Helmut Bremm und YaBeppo.
Rockmusikprojekt: “IGS hat Musik im jungen Blut”
(September 2010)
Seit Beginn des neuen Schuljahrs lernen insgesamt 134 von 310 Schülern an der IGS Zell ein Musikinstrument: im Rockmusikprojekt, im Konzertgitarrenunterricht und im Bläserprojekt. Außerdem gibt es noch zwei Rockbands, in denen sich Fortgeschrittene treffen und Songs einüben.
Besonders beliebt ist das Rockmusikprojekt am Vormittag, bei dem die Kinder im Musikunterricht ein modernes Musikinstrument wie E-Gitarre, E-Akustik-Gitarre, Schlagzeug, Keyboard oder E-Bass lernen. Allein in diesem Jahr haben 51 Kinder der 5. Klassen ein Instrument ausgeliehen und mit dem Anfangsunterricht begonnen.
Um eine gute Qualität der musikalischen Ausbildung zu gewährleisten, arbeiten wir mit der Kreismusikschule Cochem-Zell zusammen. Instrumentallehrer geben zusammen mit Lehrerinnen vor Ort Gruppenunterricht in den verschiedenen Instrumenten. Nach dem Erwerb von Grundkenntnissen werden die Schüler mit der Bandpraxis beginnen. Die Kinder, die bereits im März mit dem Rockprojekt angefangen haben, üben zur Zeit ihr erstes Stück für das Spiel in der Band ein.
(Es folgen noch Bilder von den Keyboardgruppen und den Bläsergruppen)
Auch die gute Tradition der Orchestermusik wird an der IGS Zell weiterhin gepflegt: Zwanzig Schülerinnen und Schüler lernen am Donnerstagnachmittag in Gruppen von zwei bis vier Kindern Trompete, Posaune, Saxophon, Klarinette oder Querflöte. Auch hierzu kommen eigens Lehrer der Kreismusikschule nach Zell. Ziel von Natalie Schnabel, der neuen Musiklehrerin aus Reil, ist es, ein Schulorchester aufzubauen, sobald die Kinder über genügend Grundkenntnisse verfügen. Für das kleine Ensemble steht der erste Aufführungstermin schon fest: „Adventstürchen öffnen“ am Zeller Schwarze Katz-Brunnen (2. Dezember).
Die Organisation und Durchführung der Musikprojekte erfordert einen hohen Arbeitsaufwand. Ohne das Engagement des Fördervereins der IGS (insbesondere Herrn Heinz Blümlings) und die Unterstützung des Schulträgers, der Kreisverwaltung Cochem-Zell, wäre das Rockmusikprojekt nicht zu verwirklichen gewesen. Der Förderverein der IGS musste die Instrumente anschaffen und finanziert sie nun aus den Mieteinnahmen für die Instrumente. Hinzu kommen Stunden über Stunden der vorbereitenden Organisation vor Ort. Doch eines ist sicher: Wenn wir in die Augen der musizierenden Schülerinnen und Schüler schauen, wissen wir, dass sich die Mühe gelohnt hat!
Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein: So mancher junge Musiker erlebte schon ein Tief und musste feststellen, dass Erfolgserlebnisse beim Musizieren mit Anstrengung verbunden sind. Üben und Wiederholen sind notwendig um Fortschritte zu machen und um irgendwann bei Aufführungen zu begeistern. Einige aus den Konzertgitarren- und Bläsergruppen des letzten Schuljahres haben aus unterschiedlichen Gründen ihr Instrument wieder abgegeben. Für die Kinder, die dabeigeblieben sind, gilt: Neben Anstrengung und Ausdauer lernen sie, sich in der Musikgruppe sozial zu verhalten und sich mit anderen „abzustimmen“. Diese guten Erfahrungen und der Spaß dabei machen die Kinder stärker und steigern schließlich ihre Leistungsfreude.
Mit dem vielseitigen Angebot im Bereich Musik möchten Schulleitung und Kollegium die Kinder in ihren musikalischen Begabungen fördern. „Wir erkennen die unterschiedlichen Fähigkeiten jedes Einzelnen an“, haben die verschiedenen Gremien der Schulgemeinschaft (Elternbeirat, Schülervertreter, Lehrerinnen und Lehrer) in der „Schulvereinbarung“ als Basis für das Zusammenleben an der IGS formuliert. Und so liegt der Schwerpunkt der pädagogischen und fachlichen Arbeit an der Zeller Schule in der Förderung von individuellen Begabungen. Dies geschieht außer in Musik auch im Bereich Kunst, im Unterricht bei der „inneren Differenzierung“ und im Begabtenprojekt „Pfiffikus“.
Von Michaela Koch, Studiendirektorin
Hier erfahren Sie mehr über die Kooperation mit der Kreismusikschule seit 2009.
Aktualisiert am 21. November 2011
