Integrierte Realschule Zell an der Mosel

Orientierungsstufe

frau-wirtz

Stufenleiterin Konrektorin Simone Wirtz

Erwachsenwerden ist nicht einfach und mit vielen Konflikten und Selbstzweifeln verbunden. Wir wollen unseren Kindern helfen, Selbstvertrauen zu entwickeln und Beziehungen zu gestalten. Aus diesem Grund wird an der IGS Zell in allen 5. und 6. Klassen im Fach SGL das Programm „Erwachsen werden“ durchgeführt, ein Programm zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung bei Heranwachsenden. Diese Arbeit soll den Schülerinnen und Schülern langfristig helfen, in der Klasse gut miteinander umzugehen, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und besser mit Ärger und Streit umzugehen.

Erwachsen werden befasst sich in der 5. und 6. Klasse mit den folgenden Themen:

  • Die Mitschülerinnen und Mitschüler besser kennen lernen und die Klassengemeinschaft fördern
  • Das Selbstvertrauen und die Fähigkeiten zur Kommunikation stärken
  • Gefühle verstehen und angemessen mit ihnen umgehen
  • Freundschaften verbessern und Konflikte lösen

Diesen Zielen dienen auch die Klassenfahrten in der 5. Klasse und die erlebnispädagogischen Tage. „Wir haben uns alle viel besser kennen gelernt und jetzt wissen wir, dass wir einander vertrauen können,“ so fasste eine Schülerin bei der Nachbesprechung ihre Klassenfahrt zusammen. Alle Schülerinnen und Schüler der IGS erfahren – Klasse für Klasse – , wie aufregend und schön es ist, schwierige Situationen gemeinsam zu bewältigen.

Individuelle Förderung

„Wie kann es sein, dass alle Schüler an einer Schule gut gefördert werden können?“, so fragen uns immer wieder besorgte Eltern. Bei uns lernen alle Schüler eines Jahrgangs in der Tat gemeinsam und gerade davon versprechen wir uns für jeden einzelnen die optimale Förderung. Dies ist möglich, weil wir verschiedenen Grundprinzipien folgen:
Systematische Förderung des selbstständigen und selbstgesteuerten Lernens der Schüler.

Schüler lernen voneinander

  • Intensive Zusammenarbeit mit den Eltern und Entwicklungsgespräche, an denen Lehrer, Eltern und Schüler teilnehmen.
  • Individuelle Förderung auf verschiedenen Niveaus in allen Fächern
  • Differenzierung in Leistungsgruppen in einigen Fächern ab Klasse 7.

Arbeitsformen und Methoden des individuellen Lernens

Arbeitsformen, die das aktive Lernen der Schüler erfordern, spielen neben dem Unterricht, der direkt durch den Lehrer gesteuert wird, eine wichtige Rolle: Beim Lernen an Stationen, bei der Wochenplanarbeit, bei Projekten, beim offenen Lernen und bei der kooperativen Arbeit sind die Schüler gehalten, Arbeits- und Lernprozesse zielorientiert selbst zu gestalten. Dies ist eine wichtige Fähigkeit in einer Zeit, in der für beruflichen Erfolg lebenslanges Lernen erforderlich ist.

Bei der Wochenplanarbeit zum Beispiel arbeiten die Schülerinnen und Schüler für eine bestimmte Zeit an einem Arbeitsplan. Sie müssen lernen selbst zu steuern, wann sie welche Aufgabe machen und wie viele Aufgaben sie als Hausaufgabe erledigen wollen. Wichtig ist, dass sie innerhalb der festgesetzten Zeit mit allen Aufgaben fertig sind. Die schnelleren Schüler machen Zusatzaufgaben und können den anderen helfen. Hier gilt der Satz Senecas: „Docendi discimus“ (beim Lehren lernen wir). Was man selbst macht oder anderen erklärt, vergisst man sobald nicht mehr. Der Lehrer begleitet die Schüler beratend in allen diesen Lernsituaitonen und gibt immer wieder Rückmeldungen über den Lernerfolg.

Wahlpflichtfächer

Die reiche Auswahl an Wahlpflichtfächern ab der 6. Klasse ist eine Möglichkeit für die Schüler, einen wichtigen individuellen Schwerpunkt für das eigene Lernen zu setzen.
Die Kinder haben die Möglichkeit in der 6. Klasse in verschiedene Fächer zu „schnuppern“. Erst gegen Ende der 6. Klasse legen sie sich auf das Fach fest, das sie die nächsten vier Jahre als Hauptfach belegen werden. Ausnahmen sind die Fächer Latein und Französisch, die bereits zu Beginn der 6. Klasse starten und dann durchgehend belegt werden – es sei denn die Schüler stellen fest, dass ihnen die Fremdsprachen nicht liegen. Dann können sie in andere Fächer schnuppern – allerdings ohne die Möglichkeit, später Französisch oder Latein noch einmal zu belegen.

Sie entscheiden sich zwischen:

  • Französisch
  • Latein
  • Wirtschaftsökologie
  • Sport – Theorie und Praxis
  • Kreatives Gestalten
  • Arbeitslehre
  • IT und Kommunikation

Über die Vorgehensweise bei der Fächerwahl in der 6. Klasse können Sie sich hier informieren.

 

Leiterin der Orientierungsstufe ist Konrektorin (KR‘) Simone Wirtz,  Telefon: 06542/ 989760