Integrierte Realschule Zell an der Mosel

6c – wir haben unsere Freunde in Düngenheim besucht

Endlich war der lang ersehnte Tag da: Die Klasse 6c machte sich mit ihren beiden Klassenleitern Herrn Richerzhagen und Frau Treis nach Düngenheim auf, um ihre Freunde aus der Förderschule St. Martin wiederzutreffen, die sie im vergangenen November in Zell kennenlernen durften. Den Rucksack mit Geschenken und vielen Fragen bepackt, kamen wir in Düngenheim an und stellten staunend fest, wie groß die Schule und das umgebende Gelände sind! St. Martin kann man schon fast als eigenes Dorf bezeichnen, dort gibt es neben der Förderschule für geistig und körperlich Behinderte viele Wohnheime, eine eigene Baumschule, Pferde für Reittherapie, ein Restaurant und sogar einen Friseur.

Als wir ankamen, begrüßte uns zunächst nur die halbe Klasse von Frau Leinen, da die Bewohner des Wohnheims St. Joseph in der Kirche den Namenstag des Schutzpatrons feierten. Somit sahen wir uns zunächst als kleinere Gruppe eine WG von Schülerinnen an, die nicht bei ihren Eltern wohnen. Wir staunten, wie schön sich die Mädchen die Zimmer eingerichtet hatten und fühlten uns direkt wohl. Etwas später konnten wir auch den Rest der Klasse begrüßen, während wir im Wintergarten des Kindergartens Frau Leinen und ihre Schüler mit vielen Fragen zu Leben und Alltag löcherten.

In gemischten Gruppen lernten wir anschließend einige Besonderheiten der Schule kennen: Im Musikunterricht trommelten wir zu einem Frühlingslied, als nächstes stand ein Tanz mit großen bunten Puscheln auf dem Stundenplan, bei dem alle gut in Bewegung gerieten, bevor wir in der Physiotherapie erfuhren, wie wichtig für manche der Schüler eine gezielte körperliche Behandlung zusammen mit liebevoller Fürsorge für die Lebensqualität ist. (Für einige von uns) erste Erfahrungen mit Entspannungstechniken konnten wir bei einer Klangschalenmeditation sammeln. Nach einem gemeinsamen Mittagessen teilten wir uns auf, sodass immer drei SchülerInnen von uns eine Klasse besuchten, wo wir alle sehr unterschiedliche Situationen erlebten und Eindrücke sammeln konnten. Einer davon ist sicherlich, dass wir bemerkt haben, welch liebevollen und wertschätzenden Umgang die Lehrer und Sozialpädagogen mit ihren SchülerInnen pflegen.

Nach einer herzlichen Verabschiedung mit der Idee, im nächsten Jahr wieder ein Treffen bei einer gemeinsamen Unternehmung zu planen, fuhren wir mit dem Bus nach Blankenrath, wo wir Gelegenheit hatten, unsere Erlebnisse miteinander zu teilen und über unsere Eindrücke – schöne wie auch verstörende – zu sprechen. Dazu zeichneten wir zum Beispiel unsere Körperumrisse auf Papier und notierten darauf unter anderem, „was mir auf den Magen schlägt“ und „was ich im Herzen behalten möchte“ (was mir gut gefallen hat). Das ganze Erlebnis abgerundet haben sicherlich auch das gemeinsame Kochen und die Nacht in den gemütlichen Hütten der Jugendfreizeitstätte.

Wir waren sehr beeindruckt von der herzlichen Aufnahme und bedanken uns für die tollen Gespräche und Aktionen, die wir gemeinsam erleben konnten!

Yvonne Treis

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