Integrierte Realschule Zell an der Mosel

Ausstellung 2 Jahre unterwegs „Ein Koffer für die letzte Reise“

„Ein Koffer für die letzte Reise“

Klasse 10b Schuljahr 2016/17

Im Religionsunterricht haben wir uns mit dem Leben nach

dem Tod beschäftigt. Im Kunstunterricht setzten wir unsere persönlichen Vorstellungen davon künstlerisch  um.

Stationen der Ausstellung:

1.Marienburg 2016

2.Ober Kostenz 2017

Kommentare:

Ich bin sehr beeindruckt von den unterschiedlichen Darstellungen der jungen Menschen.
Die Ausstellung nimmt mit in neue Denkmuster zu Tod und Ewigkeit.
Sie ist eine wunderbare Grundlage um über dieses sensible Thema ins Gespräch zu kommen.

Mit großer Bewunderung wurde die Ausstellung ‚Der Koffer für die letzte Reise‘ aufgenommen, die in so vielfältiger weise die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Tod und dem Leben danach widerspiegelt.

Siehe dazu den Bericht in der Rhein-Zeitung und das Besucherbuch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei Veranstaltungen mit unterschiedlichen Besuchsgruppen und Themen hat Pfarrerin Lenz intensiv begleitet.

Nach der Besichtigung der Ausstellung zeigte sich immer großer Gesprächsbedarf.

3.Büchenbeuren 2018

        (Oktober / November)

Kommentare:

Am Samstag war in Büchenbeuren Frauenfrühstück und sicher 70 Frauen waren tief beeindruckt von den Koffern Ihrer Schüler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.Traben Trarbach 2018  (November)

 Kommentar zu unserer Ausstellung:

Marienburg 2017

Klasse 10b stellt ihre Koffer zum Thema: „Ein Koffer für die letzte Reise“ in der Kirche der Marienburg aus.

Zu Beginn  dieses Schuljahrs beschäftigten sich die Jugendlichen im Religionsunterricht mit dem Thema: „Leben nach dem Tod“. Im Kunstunterricht wurden ihre Gedanken künstlerisch umgesetzt. Dafür gestalteten sie einen Koffer. Die Idee stammt aus dem Buch „Einmal Jenseits und zurück-Ein Koffer für die letzte Reise“ von Fritz Roth. Er schrieb in seinem Vorwort: „Ein Koffer für die letzte Reise“ ist der Titel des Kunstprojekts, in dessen Rahmen wir aufforderten, sich zu besinnen: auf die Endlichkeit jedes Lebens, auf  die Notwendigkeit der Identifikation des individuell Wesentlichen. Insgesamt 103 Bürger aus allen Teilen des Landes und seiner Bevölkerung – Frauen und Männer, Alte und Junge, Künstler und Handwerker, Prominente und Nichtprominente packten den Koffer, der sie auf der Reise aus dem Leben begleiten könnte.“ Genau so faszinierend und unterschiedlich wie die in dem Buch dargestellten Beispiele war die Arbeit und Auseinandersetzung der Schüler, die jetzt in der Kirche als Ergebnis zu sehen ist. Nicht nur die katholischen Schüler der Religionsgruppe sondern auch die des evangelischen und Ethikunterrichts nahmen an diesem Kunstprojekt teil. Ein Schüler, der als Flüchtling nach Zell gekommen war, zeigt im Koffer seine Flucht. In seinem Koffer fliehen Menschen und gehen durch einen brennenden Reifen, um in Deutschland in Frieden leben zu können. In dem Deckel hat er sein gezeichnetes Lieblingsinstrument geklebt, auf dem er gerne spielt und das ihn an seine Heimat erinnert.

 

 

 

 

 

 

 

E-Mail einer Besucherin: .

„Es ist ergreifend, was die Schüler erlebt haben, was sie darstellen und wie sie mit ihrem eigenen Leben in einer neuen Welt zurecht kommen.

Wunderbar ist es, dass die „Flüchtlingsschüler“ schon so intensiv mitdenken und mitarbeiten können.“

 

Namikah schreibt in ihrem Kommentar zu ihrem Koffer: „Ich stamme aus Pakistan und bin Muslimin. In meinem Koffer stelle ich meine Vorstellung von dem Leben nach dem Tod dar. Auf die Kofferinnenseite habe ich Fußspuren geklebt.

Sie zeigen den Weg vom Kleinkind zum Erwachsenen. Der Betrachter kann sich in diesem Bereich selber sehen im Spiegel, da alle zu meinem Leben dazu gehören. Neben den Fußspuren befindet sich auch ein Modell einer Moschee. Nach dem Tod kommt man in einen Raum, von dem aus man entweder über eine Leiter aufsteigen kann in das Paradies, oder man stürzt ab in die Hölle. Welchen Ort man erreicht hängt ab von dem Leben vor dem Tod. Man muss nach dem Tod Rechenschaft abgeben über sein Leben. In meinem Koffer veranschauliche ich dies durch drei Taschenlampen, die das Leben vor dem Tod beleuchten. Das Paradies wird im Koran beschrieben. Ich habe für diesen Bereich Watte als Boden gewählt, um zu zeigen, wie angenehm das Paradies ist. Am Ende des Bereichs habe ich ein Gemälde montiert, was meine Vorstellung widerspiegelt. In der Hölle ist Feuer. Dieses habe ich durch verschieden farbiges Transparentpapier verdeutlicht. Dies Feuer verschlingt den Menschen.

Auf dem Kofferdeckel habe ich eine Textstelle aus dem Koran in Arabisch geschrieben. Der Schriftzug bedeutet übersetzt =    „Wir kamen von Gott und werden zu Gott zurückkehren“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben diesen beschriebenen Koffern sind auch zahlreiche sehr persönliche Vorstellungen sowie auch christliche. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Texte der Schüler zu ihren Werken zu lesen. Es ist bemerkenswert, wie intensiv sich die Jugendlichen mit dem Thema beschäftigt haben und wie gut sie in der Lage sind, ihre Gedanken künstlerisch umzusetzen. Schon im Vorfeld hat die evangelische Kirche in Enkirch Interesse an der Ausstellung angemeldet. Sie werden die Exponate im Herbst in ihrer Gemeinde ausstellen.

 

 

Kommentare im Gästebuch: