Integrierte Realschule Zell an der Mosel

Ergebnisse der Projektwoche 2018

Während der Projektwoche in der letzten Woche vor den Osterferien arbeiteten die Schüler der Klassen 5,6 und 9 an verschiedenen Projekten. Hier die Ergebnisse:

Masken aus Benzinkanistern

Romulad Hazoume weiß, wie man sie kriegt, die Europäer. “Von einem Afrikaner erwartet jeder, dass er Masken macht. Also mache ich sie. Aber nicht aus Holz, sondern aus Benzinkanistern.“ Der Griff wird zur Nase, die Öffnung zum Mund, als Auge klebt er Kaurimuscheln auf, die Haare sind aus Bast, Bürsten oder Draht. Witzige, phantasievolle Köpfe entstehen so, scheinbar ganz traditionell. Aber zugleich gibt Hazoume “ den Menschen der westlichen Welt das zurück, was ihnen gehört und das sind Abfälle einer Konsumgesellschaft“. Ganz subtil erinnert er so an das Elend Afrikas. Getreu diesem Motto leitet Herr Schmid seine AG. Insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler basteln wie der Künstler Romulad Hazoume Masken aus weggeworfenen Kanistern und Alltagsmaterialien. Nach der Fertigstellung werden die fertigen Masken zum Afrikafest ausgestellt.

 

Kalaha – ein ausgefallenes Brettspiel

Das Projekt Afrikanische Spiele wird von Frau Wassweiler und Frau Daum-Wies geleitet. Sie stellen mit 15 Kindern Kalaha-Spiele her. Kalaha ist ein afrikanisches Brettspiel, das aus einem Holzbrett mit Kuhlen besteht und mit Bohnen als Spielsteinen befüllt wird. Jeder Schüler fertigt erst die Grundform wie oben beschrieben an, und verziert sein Spiel dann nach Wahl mit afrikanischen Mustern. Am Ende der Projektwoche, können die Kinder ihre selbst gebastelten Spiele mit nach Hause nehmen.

 

Trommeln

Schon mal getrommelt?  NEIN? Die Schüler der Klassenstufe 5 fangen damit an! Zusammen mit dem Ghanaer Pabli, der jedes Jahr zur Afrikawoche hierher anreist, lernen die Schüler und Schülerinnen das rhythmische Trommeln. In täglich wechselnden Gruppen lernen sie Grundrhythmen kennen und versuchen diese im Wechsel mit anderen anzuwenden. Zum Abschluss der Afrikawoche findet ein Abschlussfest statt. Dort werden sie das Gelernte vorführen.

 

Regenwald

In dem Projekt Regenwald, geleitet von den Lehrerinnen E. Machold und J. Rosar, lernen die 10 Schülerinnen und Schüler der Stufe 9 etwas über den Regenwald und welche Auswirkungen Produktwerbung auf die Zerstörung des Regenwalds hat. Auch Nutella ist nicht ganz unschuldig an der Tatsache, dass der Regenwald immer weiter verschwindet. Kaum jemand weiß, dass Nutella jede Menge Palmöl enthält und deshalb große Flächen des Regenwaldes gerodet werden müssen. Dies wird aber in der Werbung für Kakaoprodukte wie Nutella meist verschwiegen. Ziel einer nachhaltigen Umwelt Bildung soll es deshalb sein, die Schülerinnen und Schüler für diese unkritische Werbung zu sensibilisieren und gleichzeitig zu immunisieren. Gleichzeitig nehmen die Schüler an einem Wettbewerb teil. Hierbei geht es um Plakate zum Thema „Werbung für den Regenwaldschutz“, die nach der Fertigstellung eingereicht werden.

 

Schachprojekt

Eines der zahlreichen Projekte der stufe 9 ist das Schachprojekt, in dem 11 Jungs begeistert in die faszinierende Welt des Schachsports eintauchen. In diesem Projekt lernen die Schüler die Grundkenntnisse des Schachspiels  kennen und anwenden. In einem spannenden Spiel zeigten die beiden Lehrer R.Quär und R.Gruschinski ihr Können. Schach ist ein Brettspiel für zwei Personen. Ein Spieler spielt mit den weißen Figuren, und der andere mit den schwarzen. Zu Beginn des Spiels haben beide Spieler 16 Figuren, einen König, eine Dame, zwei Läufer, zwei Springer, zwei Türme und acht Bauern . Das Ziel des Schachspiels ist es, den Gegenspieler matt zu setzen. Matt  bedeutet, dass er im Schach steht und keine Möglichkeit hat, einen Zug auszuführen, ohne erneut im Schach zu stehen. Das Spiel wird auf einem Spielbrett mit 64 Feldern, aufgeteilt in ein 8×8 Raster, gespielt.

 

Geocaching

Dieses Outdoor-Projekt wird von Herrn Greve und Herrn Bourger geleitet. Mit ihren sechs Schülern veranstalten sie eine Art „moderne Schnitzeljagd“ nach Koordinaten. Diese werden in ein GPS-Gerät eingegeben, welches dann die Route anzeigt. Auf dem Weg zum Schatz muss man gemeinsam Rätsel lösen und Hindernissen aus dem Weg gehen. Dabei geht es nicht nur über befestigte Straßen, sondern auch mal querfeldein durch Wald und Wiesen.

 

Wald – Bäume und Tiere

Dieses Outdoor-Projekt wird von Herrn Schall, Frau Sabel-Hansen und Herrn Maringer geleitet. Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre unmittelbare Umwelt kennen und werden für deren Schutz sensibilisiert. Die Bedeutung des Waldes und seiner Bewohner wird hautnah erläutert. Ziel des Projektes war es ursprünglich auch, direkten Einfluss auf eine gesunde Umwelt zu nehmen, dadurch, dass von den Schülern Bäume gepflanzt werden. Dieses ehrgeizige Vorhaben musste jedoch aufgrund der niedrigen Temperaturen aufgegeben werden.

 

Weinbau – früher und heute

Die Schüler des Weinbauprojekts lernen unter der Leitung von Frau Martiny und Herrn Banyai den Unterschied im Weinbau von früher zu heute kennen. Um die alte Kunst und Arbeit der früheren Winzer und Küfer kennenzulernen, besuchten die Schüler das Museum des Zeller Rathauses. Die moderne Art der Bewirtschaftung eines Weinbergs und auch die Welt der heutigen Kellermeister lernten die Kinder durch zwei Besuche in Weingütern, in denen sie sogar selber Reben schneiden durften, und in der Filiale des Kellerei- und Weinbaubedarfbetriebs Kessler kennen.

 

Pro Kind

Die 12 Schülerinnen und Schüler des Babyprojekts lernen mit ihren Projektleitern Frau Wallenborn und Herr Stahlhofen sowie mit Hilfe von Frau Müller, Frau aus dem Bruch, Frau Meisterernst-Fischer und Frau Schulz kennen, wie es sich anfühlt, wenn man ein eigenes Baby hat, das man rund um die Uhr versorgen muss. Die Jugendlichen aus der neunten Klasse haben sich zu zweit zusammengetan und jeweils eine Babypuppe erhalten, die wie in echtes Baby gefüttert und gewickelt werden muss. Diese Puppe schaltet sich automatisch um 08:00 aus und um 14:00 wieder an, damit die Schüler während der Schulzeit ungestört zuhören und aufpassen können.

Nachts allerdings schreit das Baby immer wieder, da es gefüttert oder gewickelt werden möchte. Die erste Nacht wird von den Schülern als anstrengend und schlaflos beschrieben. Sie erzählen, welche Bedeutung es hat ein Kind zu haben, und dass ihr Verantwortungsbewusstsein gestärkt wird.

An einem Tag dieser Woche sind die Schülerinnen und Schüler nach Cochem zur Beratungsstelle von Donum Vitae gefahren, die der Kooperationspartner des Projektes ist, um dort eine ausführliche Schwangerschaftsberatung, sowie Beratungen über Verhütung und Zahngesundheit zu erhalten.

 

Das Kürbiskind

Im Theaterprojekt von Frau Bathis-Kubiak, Frau Peifer und Herrn Schütz studieren 17 Schüler der 5. Klasse das afrikanische Märchen „Das Kürbiskind“ ein. Die Kinder haben nur neun Probestunden, um ihr Theaterstück einzuüben. Das fertige Stück wird am Freitagabend beim Afrikafest aufgeführt.

Worum geht es?

Eine unglückliche kinderlose Frau betet zu Gott, dass er ihr ein Kind schenken möge, und sei es auch nur ein Kürbis. Sie bekommt daraufhin tatsächlich einen – Kürbis! In diesem Kürbis soll aber ein wunderschönes Mädchen verborgen sein. Der König, der davon gehört hat, heiratet daher diesen Kürbis. Doch nur mit viel Phantasie, Einfühlungsvermögen und Humor kann er schließlich seine schöne Frau aus dem Kürbis locken.

 

Stühle mit afrikanischen Motiven

In dem Projekt Afrikanische Stühle, welches von Herr Richerzhagen und Herr Ibald geleitet wird, stellen die Kinder  Stühle mit afrikanischen Mustern her. Sie sägen ihre Stühle selber aus und bezeichnen und bemalen sie mit afrikanischen Mustern und Tieren. Am Ende der Projektwoche können die Schüler ihre fertiggestellten Stühle mit nach Hause nehmen.

 

Kochen

In diesem Projekt bereiten 16 Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse gemeinsam mit Fr. Schnabel und Fr. Lamprecht afrikanische Spezialitäten zu. Einige Gerichte, die sie zubereiten, sind z.B. Bananenbrot, afrikanischer Eintopf und Fladenbrot mit Hackfleischfüllung. Außerdem werden sie das Essen für die Afrikafeier  zubereiten und für einen guten Zweck verkaufen.

 

Schattentheater

Das Schattentheater-Projekt von Frau Weigl und Frau Krischel beschäftigt sich mit den Themen Umweltverschmutzung, Klimawandel, Armut und Mobbing, faire Produktionsbedingungen und Lebensmittelverschwendung. Zu diesen fünf Themen bereiten die 15 Schülerinnen und Schüler verschiedene Schattentheater-aufführungen vor. Sie basteln, zeichnen auf Folien und studieren kleine Sketche ein. Dadurch sollen sie auf die Probleme aufmerksam werden. Die Aufführungen kann man sich  im Musiksaal anschauen.

 

Wasser – Elixier des Lebens

Die 12 Kinder des Wasser-Projektes von Frau Grün und Frau Schmitt lernen in diesem Projekt die Bedeutung von Wasser in anderen Ländern der Erde kennen. Sie führen verschiedene Experimente zum Thema Wasser durch. In Begleitung der beiden Lehrkräfte besuchen sie die Kläranlage. Am Ende der Woche sollen sich die Kinder über die Bedeutung von Wasser und darüber, dass es nicht überall so vorhanden ist wie hier im Klaren sein. Das Ziel ist es, dass die Kinder in Folge dessen auch ihren eigenen Wasserkonsum überdenken und gegebenenfalls verändern.

 

 

 

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