Integrierte Realschule Zell an der Mosel

Expedition in die Dimension der kleinsten Teilchen

Was haben Handys, Brillen und Sonnenschutzmittel mit Zwergen zu tun? Mit diesen und weiteren Fragen zum Wissenschaftszweig der Nanotechnologie beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse der Integrierten Gesamtschule Zell in der vergangenen Woche beim Besuch des nanoTrucks des Bundesforschungsministeriums.

Ermöglicht und organisiert wurde dieser Besuch durch den Elternbeirat der IGS Zell in Zusammenarbeit mit Lehrkräften der naturwissenschaftlichen Fächer. In einführenden Vorträgen erfuhren die Schülerinnen und Schüler von den begleitenden Wissenschaftlern des nanoTrucks Interessantes zu dem zukunftsträchtigen Bereich der Nanotechnologie. So leitet sich der Name vom griechischen „nanos“ ab, was nichts anderes wie „Zwerg“ bedeutet. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von dem anschaulichen Vergleich der Wissenschaftler um die Größenordnung der Nanoteilchen zu verdeutlichen: Um in den Bereich der Nanoteilchen vorzustoßen, müsste man ein menschliches Haar der Länge nach 100.000mal spalten! Ebenso erstaunlich ist die Tatsache, das Nanotechnologie schon seit langem Einzug in unser tägliches Leben gehalten hat. Selbstreinigende Oberflächen, moderne Elektronikbauteile in Handys und entspiegelte Brillen sind nur einige Beispiele für die Bedeutung der Nanotechnologie.

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Bei den anschließend durchgeführten Workshops bot sich die Gelegenheit auch praktische Erfahrungen zum Thema Nanotechnologie zu machen. Beim Bau einer Farbstoff-Solarzelle auf Nanobasis genügten schon einfachste Hilfsmittel wie Hibiskusblütentee, Bleistiftgraphit und ein mit Titandioxid beschichtetes Glasplättchen, um ausreichend elektrische Spannung zum Betrieb eines handelsüblichen Soundchips aus Glückwunschkarten zu erzeugen.

Die Natur macht's vor. Nanoteilchen  auf der Blattoberfläche lassen den Schlamm (hier Ketchup) abperlen

Bild: Die Natur macht’s vor. Nanoteilchen auf der Blattoberfläche lassen den Schlamm (hier Ketchup) abperlen.

Durch diese sowohl theoretische als auch praktische Auseinandersetzung mit dem Thema Nanotechnologie erhielten die Schülerinnen und Schüler erste Einblicke darin „wie Wissenschaft funktioniert“, was ihnen auch beim Start in die gymnasiale Oberstufe im Jahr 2014 an der IGS Zell zugute kommen wird.

Neben den Workshops für Schülerinnen und Schüler der IGS Zell bot sich auch der interessierten Öffentlichkeit die Gelegenheit sich bei einem individuellen Rundgang durch den nanoTruck ein eigenes Bild von dieser faszinierenden neuen Technologie zu machen. Mit über 180 Besuchern in zwei Stunden wurde diese Gelegenheit von Zeller Bürgern aller Altersklassen rege genutzt und es wurde mit den begleitenden Wissenschaftlern Dr. Kollecker und Dr. Kotman sehr intensiv über Chancen aber auch Risiken dieser neuen Technologie diskutiert.

 

von Marlus Reinarz

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