Integrierte Realschule Zell an der Mosel

IGS- Schüler agieren im Museum Ludwig als Performance Künstler

Die beiden Wahlpflichtfachgruppen Kunst 9 und 10 besuchten kurz vor Weihnachten die Sonderausstellung „Transcorporealities“ im Museum Ludwig. Die Schüler ließen sich ein auf den ungewöhnlichen Weg, den die Ausstellung verfolgt, alte Wege der Kunst zu verlassen. Nicht wie gewohnt nur zu sehen sondern alle Sinne sprechen zu lassen, und uns nicht als Mitte der Schöpfung zu sehen und damit und uns in Frage zu stellen. Eigens für diese Sonderausstellung wurde das Foyer als zusätzliche Ausstellungsfläche genutzt. Der Kolumbianische Künstler Oscar Murillo verwandelte die Eingangshalle in eine Arena. In der Mitte war eine Bühne, die einlud, selbst Kunst zu machen. Seine Figuren, die auf Tribünen arrangiert waren, wurden bei den Performance Aktionen der Schüler zu Betrachtern. Die Schüler waren sehr kreativ mit ihren eigenen Ideen für kleine Performance Aktionen. Dabei wurden die Besucher angesprochen und aufgefordert mitzumachen oder waren verblüfft über gelungene und außergewöhnliche Inszenierungen. Eine Gruppe forderte mit verbundenen Augen mit einem Schild auf, umarmt zu werden. Erstaunlicherweise beteiligte sich Jung und Alt bei dieser Aktion. Einige bedankten sich und sagten, es tat gut als sie umarmt wurden. Eine Gruppe malte mit Wasser ihre Schattenbilder auf das Pflaster vor dem Eingang und schrieben darunter „Spring über deinen Schatten“. Auch hierbei beteiligten sich zufällig vorbeikommende Passanten.  Luca irritierte die Museumsbesucher, indem er sich auf der Bühne mit Kissen und Bettlaken schlafen legte. Von Mitschülern wurden mit Spiegel die erstaunten Blicke eingefangen. Auf diesen Spiegeln hatte eine andere Gruppe zuvor Passanten aufgefordert, ihr Leben mit einer Linie auf den Spiegel zu zeichnen. Vor der eigenen kreativen Arbeit beschäftigten sich die Gruppen mit vielfältigen Kunstwerken zeitgenössischer junger Künstler wie Park McArthur, Nick Mauss, u. Sondra Perry. Ihr Bagger erzählte die Geschichte, als er für den Bau des Central Park in New York ein Viertel von südamerikanischen Einwanderern zerstörte und sie vertrieb.

 

HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig
Tran­s­cor­po­re­al­i­ties

 

21.9.2019 – 19.1.2020

Die Auss­tel­lung Tran­s­cor­po­re­al­i­ties re­flek­tiert das Mu­se­um als durch­läs­si­gen Kör­p­er, in dem ver­schie­dene bi­ol­o­gische, soziale, tech­nol­o­gische, poli­tische und wirtschaftliche Sys­teme in­ei­nan­der­fließen. Wie alle men­sch­lichen und nicht­men­sch­lichen Re­al­itäten befin­d­et es sich in steti­gen Stof­fwech­sel­prozessen mit sein­er Umwelt. Vor die­sem Hor­i­zont wird der Tran­si­traum des Ein­gangs­foy­ers zum Auss­tel­lungs- und Ve­r­an­s­tal­tung­sort. Hi­er wie auch in der Samm­lung stellen die Kün­stler*in­nen Fra­gen nach Verkör­pe­rung, Sicht­barkeit und Zugänglichkeit: Was wird dem Kör­p­er ein- und zugeschrieben? Wer schaut auf wen? Museen sind soziale Orte der Bil­dung, die Ma­terie und Be­deu­tung schaf­fen, doch wo lie­gen die Möglichkeit­en und Grenzen der Repräsen­ta­tion von Kör­per­lichkeit?