Integrierte Realschule Zell an der Mosel

IGS Zell singt für Afrika

In dieser Woche führen die Schüler der 5. Klassen wie jedes Jahr ihr Afrikaprojekt durch. Peter Brucker von der Malihilfe in Longkamp hat sie am Montag mit Berichten von seinen Hilfsaktionen und seinen Reisen in Afrika „ankommen“ lassen. Die Kinder zogen afrikanische Kleider über, trommelten, sahen Filmberichte und konnten Milch mit Pulver vom Baobab-Baum trinken. Vier Tage lang singen die Schüler nun mit dem Sänger YaBeppo und führen mit ihren Lehrern Projekte durch: Sie batiken, malen, erstellen Masken, bauen Trommeln, kochen und spielen.

Die Schüler werden das, was sie in dieser Woche an Gospels und anderen Liedern gelernt, was sie gebastelt und erarbeitet haben, am 6. Mai um 18 Uhr in der Kaimter Kirche vorführen und vorstellen. Danach werden alle Teilnehmer den Abschluss des Afrikaprojektes bei Getränken und afrikanischen Speisen in der Schule feiern. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!

Kinder engagieren sich bei der Einrichtung ihrer Partnerschule in Ruanda

Eines der größten Entwicklungsprobleme in Afrika ist die mangelnde Schulbildung der Kinder. Die Schülerinnen und Schüler der IGS haben es sich zum Ziel gesetzt, mit den Aktionen in der Projektwoche zu helfen: Der Kreis Cochem-Zell hat vor einem Jahr mit dem Bau einer Schule in Nihumur, Ruanda, begonnen. Die Kinder dieser Kleinstadt konnten bisher nur unter Gefahren die 4,5 km entfernte Schule erreichen: Büffel, Elefanten und Nilpferde leben in dem Gebiet. Von dem Geld, das bei den Aktionen der Kinder und bei dem abschließenden Gottesdienst gesammelt wird, sollen Einrichtungsgegenstände für die Klassenräume der von unserem Landkreis erbauten Schule angeschafft werden. Aus der Partnerschaft der Schulen in Ndego und in Zell soll eine dauerhafte Schulpatenschaft werden. Die beiden Schulen haben etwas Wichtiges gemeinsam: Sie wurden beide erst vor Kurzem gegründet und sind baulich noch nicht ganz fertig. Beide stehen für die Entwicklung und den Aufbruch in ihrer Region!

Wir alle sind Kinder der einen Welt. Beim Singen in fremden Sprachen wird diese Tatsache besonders spürbar: „Der Einklang der Stimmen wird zur Stimme des Einklangs.“ (Ya’Beppo)

von Michaela Koch