Integrierte Gesamtschule Zell an der Mosel

Weihnachtsgrüße aus Ruanda

Ursula Ohly <E-Mail>

Auch von mir gute Wünsche für ein erholsames Weihnachtsfest und einen guten Start in ein coronareduziertes Jahr, Ursula

Post von Dr. Uta Düll

GIBT ES KEINE WEIHNACHTEN?

Natürlich ja!
Leiser und tiefer, eher
wie der erste, in dem Jesus geboren wurde, in Einsamkeit.
Ohne viel Licht auf Erden,
aber mit dem des Sterns von Bethlehem,
der die Wege des Lebens in seiner Unermesslichkeit beleuchtet.
Ohne kolossale königliche Paraden,
aber mit der Demut, uns
als Hirten und junge Menschen auf der Suche nach der Wahrheit zu fühlen .
Ohne große Massen und mit bitteren Abwesenheiten,
aber mit der Gegenwart eines Gottes, der alles füllen wird

GIBT ES KEINE WEIHNACHTEN?

Natürlich ja!
Ohne überfließende Straßen,
aber mit einem brennenden Herzen
für denjenigen, der
ohne Lärm oder Feste kommen muss ,
weder Beschwerden noch Gedränge …
Aber indem er das Geheimnis ohne Angst
den „Herodes-covid“ lebt, die behaupten,

selbst den Traum der Hoffnung wegzunehmen.
Weihnachten wird stattfinden, weil GOTT auf unserer Seite ist
und wie Christus in einer Krippe
unsere Armut, unsere Prüfungen, unsere Tränen, unsere Qualen und unser Waisenhaus teilt .
Weihnachten wird stattfinden, weil wir
inmitten so viel Dunkelheit göttliches Licht brauchen .
Covid19 wird niemals in der Lage sein, das Herz oder die Seele zu erreichen
von denen, die ihre Hoffnung und ihr hohes Ideal in den Himmel setzen.

WEIHNACHTEN WIRD ES GEBEN!
WIR SINGEN WEIHNACHTSLIEDER!
GOTT WIRD GEBOREN UND BRINGT UNS FREIHEIT!

Leoz, Spanien

Gikonko, 2. Advent 2020

Liebe Verwandte und liebe Freunde weit weg,

 

zu diesem besonderen Weihnachtsfest will ich Euch ganz herzlich grüßen. Ja, es wird ein anderes Weihnachten sein, wird vieles Gewohnte ändern, aber vielleicht uns auf das Wesentliche verweisen: ein besonderes Weihnachten!

So wünsche ich Euch und uns, dass wir uns die Freude, die Hoffnung auf Frieden, auf eine Lösung der Pandemie und vielleicht auch die Hoffnung, dass nach Covid doch einiges anders weiter gehen wird: bewusster, überlegter, verantwortungsvoller mit der Welt, der Natur, unseren Mitmenschen…

Ich habe gut reden: hier in Rwanda sind wir ja nach wie vor fast von der Pandemie verschont. Mit den wenigen Fälle war ich jeden Falls nicht konfrontiert, ich habe noch keinen einzigen Fall gesehen oder auch nur vermutet. Dennoch tragen wir brav unsere Masken, das mit dem Abstandhalten ist in Afrika deutlich schwieriger…

Das Jahr begann für mich, traditionell in der Schweiz bei unseren Familien-Skiferien, wunderbar wie immer, noch ganz unbeschwert: Berge, Sport, Familie, Natur, Freunde…, freudiges Wiedersehen mit unserer Mitschwestern auf dem Kupferberg und auch manchen Freunden. Nach meiner Rückkehr Ende Januar hatte ich die Freude mehrere Besuchergruppen zu empfangen, v.a. die Freunde von Fly&Help, auch die erste Famulantin, bis das am 20.März jäh zu Ende war: Look-down: Grenzen zu, Ausgangsperre nachts, tags nur bis zu der Provinzgrenze, Schulen/Kirchen/Versammlungen zu, keine öffentlichen Verkehrsmittel… die Patientenzahl sank nur wenig, doch langweilig war uns nicht: wir nutzten die Zeit für NCD (non-communicable-diseases) und Hepatitis-screening, denn erst mal hatten wir weder Masken noch sprach man groß vom Abstandhalten. Jeden Tag war ein Team mit 8-10 Mitarbeitern auf den Hügeln, und wir hatte bei dieser Community-Approach-Medizin viel Spaß. Wir sahen zwar keine Corona-Fälle doch unsere Bevölkerung litt unter den indirekten Folgen: all die kleinen Jobs fielen weg, die kleinen Verdienstmöglichkeiten, aber auch die Überweisungen an die Familien auf dem Land. Gerade die älteren Menschen litten an Hungern, so waren und sind wir bis heute froh, diesen Menschen regelmäßig mit Lebensmittel helfen zu können. Allen, die dazu beitrugen und tragen herzlichen Dank.

Auch wurden wieder 10 Häuser fertig, die Bilder könnt Ihr in unserem Rundbrief sehen.

https://institut-st-bonifatius.de/bilder/Downloads/Download-Dokumente/Rundbrief_2020.pdf?m=1604045750&

So war das Jahr arm an Besuchern. Nun gerade eben wagte sich Hanne Fleischmann aus dem Missionsärztlichen Institut Würzburg zu uns. Die lang schon geplanten Vorbereitungen für die Akkreditierung konnten wir in Angriff nehmen. Ein langwieriger Prozess, viel Papier, davon wird keiner gesünder, ist aber absolut notwendig.

Mir geht es -Gott Lob- immer sehr gut. Meine Hügeltouren, die mir am Herz liegen, musste ich weitgehend alleine unternehmen. Aber nur zu Fuß auf den staubigen Wegen lernt man die Menschen, ihre Sorgen und Nöte, die Realität richtig kennen.

So wünsche ich allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, das stattfinden wird, anders aber doch ganz sicher!

Für 2021 wünsche ich uns, dass wir diese Erfahrungen so schnell nicht vergessen, wünsche ich jedem, das was er braucht und was ihm guttut

Seid umarmt (mit Maske und aus der Distanz)

Eure Uta Elisabeth