Integrierte Realschule Zell an der Mosel

Der Versuch, das Vaterunser in Bildern zu deuten

Die Ölbilder zum Thema Vaterunser laden die Gäste der Jugendbildungsstätte ein, über das Vaterunser nachzudenken. Ihren Platz haben sie im Speisesaal gefunden. Die leuchtenden Farben verzaubern den Raum. Künstler waren die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfaches Kunst Klassenstufe 10.  Ihnen ist es gelungen, in ihre abstrakten Bilder Aussagen zu dem schwierigen Thema ins Bild zu bannen. Sie haben sich zuvor im Internet informiert, welche zeitgenössischen abstrakten Werke Künstler gestaltet haben. Sie sind fündig geworden, jedoch fanden Sie die Bilder dekorativ aber nicht aussagekräftig genug. So suchten sie weiter und zeichneten Entwürfe. Es wurden immer wieder Entwürfe verworfen und überarbeitet oder verändert. Nach einer Entscheidung, wie der Text am besten zur Geltung komme, begann die Gestaltung mit Ölfarben. Frau Birgit Laux

(Gemeindereferentin) und Frau Heisig (Hausleiterin der Bildungsstätte) hatten sich vor geraumer Zeit an die IGS gewandt mit der Bitte, Bilder für den Speisesaal zu malen. Auslöser war die Ausstellung „Ich bin das Licht“, die als Wanderausstellung auch in dem Speisesaal eine Weile gezeigt werden konnte. Diese Wanderausstellung, die unter anderem auch in der evangelischen Landeskirche in Düsseldorf war, wurde ebenfalls von den gleichen Schülern gestaltet. Eine Planungsgruppe legte das Thema: „Vaterunser“ fest, die Größe und die Anzahl der Exponate. Gern übernahm die Wahlpflichtfachgruppe diesen interessanten Auftrag, nachdem sie gerade einen Auftrag zum Jubiläum von Raiffeisen für die Zeller Filiale beendet hatte. In zehn Bilder zeigen nun die Künstler ihre Gedanken zum Thema Vaterunser. Diese Ausstellung ist keine Wanderausstellung, sondern die Werke sollen in den Räumen auf Dauer ausgestellt bleiben.

Vaterunser

Wahlpflichtfach Kunst 10 / Schuljahr 2018-2019

1 Bild Text Vater Unser

  1. Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Unser Vater

Mutter

Licht

das All durchströmend

Grenzen sprengend

Dunkel verbrennend

bis ins Unendliche

und doch

auf dem Weg zu uns

unfassbar

Der Bewegende

die Kraft

und doch

einfach Du

 

3 Dein Reich komme

Der Mensch

im Dunkel der Nacht

gedrängt

bedrängt

was kommt?

Dein Reich

ist Licht, Wärme, Hoffnung

Aufbruch

Neubeginn immer wieder

Dein Geist

dringe in unsere Welt

dass er

das Dunkel verdränge

mit Mut beseelt

4 Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden

Es drohen

Brand Krieg Mord Ungerechtigkeit

Orkane

es könnte die Welt verbrennen

es schießt hoch

Dein Wille?

mitten darin

Deine Hand

du, ich, wir

getragen

von Dir umfangen

wächst Mut

Glaube an die eigene Kraft

wir packen es.

5  Unser tägliches Brot gib uns heute

Brot

unser täglich Brot

Kraft zum Leben

Genuss

Anlass zum Miteinander

Geschenk

naturgespendet

weitergereicht

verdrängt es Hunger

das Verhungern

Verenden-

danke

wir werden satt

6 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Schuld

durch Tat

Durch Nicht-Tat

durch Verletzen

Vergessen

Sie lastet

Doch da ist ein Du

Herr, Du

ich komme

bitte vergib

da durchströmt Wärme

die Kälte des Blau

Deine befreiende Hand

liegt auf mir –

nicht ohne Vergebung

der Schuldner

7 „Und lass uns nicht in die Versuchung geraten“.

 Aus „führe uns nicht in Versuchung“ wird im französischen „Vaterunser“ – sinngemäß übersetzt – „lass uns nicht in die Versuchung geraten“ 

Im deutschen Vaterunser: „Und führe uns nicht in Versuchung“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stürzt

das Dunkel des Bösen

als Versuchung

Verlockung

von Dir

auf uns zu?

Probe?

ob ich es schaffe?

Du willst nicht

dass wir fallen

nicht fallen

in die Verstrickung

des Bösen

Lass es nicht zu

8 Sondern erlöse uns von dem Bösen

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja

mach uns frei

stärke die Kraft

unbändig

Freiheit zu gewinnen

vom Bösen zu befreien

dass uns

das Licht der Lebensfreude

durchdringt

das drängende Dunkel

der Nacht

verdrängt

9 Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit

10 Amen

Der herrliche

jubelnde

dankende

Ruf

beendet

das Gebet Jesu

schwingend

steigt ein Licht auf

es erfüllt

das Ende des Weges

es reißt

aus der Verzagtheit des Bittens

zum Höhenflug

Dein

ist die Macht

und die Kraft

und die Herrlichkeit

Du der Unendliche

Der Nahe

Unfassbar

Danke

Amen – Ja, Herr

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