Integrierte Realschule Zell an der Mosel

Krieg und Kunst: Ausstellung auf der Marienburg

In der Kirche der Marienburg haben die Kinder der IGS mit dem Wahlpflichtfach Kunst eine Ausstellung mit Kunstwerken installiert, die den Krieg mit all seiner zerstörerischen Kraft zum Thema haben.

Die Schülerinnen und Schüler, die das Wahlpflichtfach „Künstlerisches Gestalten“ gewählt hatten, beschäftigten sich im Unterricht mit Leben und Werk des Künstlers Pablo Picasso. Im theoretischen Teil wurden die wichtigsten Phasen der Arbeit Picassos (Blaue u. Rosa Periode) erarbeitet und die Stilrichtungen wie der Surrealismus und Kubismus. Als Abschluss stand sein Werk „La Guernica“ im Mittelpunkt der Erarbeitung.

Aussstellung 1Dies gab auch den Anstoß zur praktischen Arbeit. Ziel war es, sich dem Thema Gewalt und Krieg auf künstlerische Art und Weise zu nähern. Die Technik konnten die Schülerinnen und Schüler selber auswählen. Einige setzten das Thema in inszenierter Fotografie um. Ihre Fotos zeigen Gewalt zwischen Jugendlichen, zwischen Geschwistern und Gewalttaten, über die wir leider immer wieder aus der Presse erfahren.

Nils Grabowski und Fynn Brieskorn zeigen die Gestalt der Frau mit totem Kind und den Ochsen aus dem Bild Guernica, die sie in eine Gasbetonplastik umsetzten. Nick Gavranidis meißelte aus Stein eine Faust, Andre Butzen zwei in Stacheldraht gefesselte Hände, die sich nicht mehr befreien können. Sebastian Rees zeigt ein trauriges Gesicht in Stacheldraht gefangen. Gulnara Schmitz greift das Bild von den Affen, die nicht hören, nicht sehen und nicht sprechen wollen, auf und gestaltet dieses Motiv in einem Gasbetonrelief.

Elina Herpel und Nadine Kramer gestalteten ein ganzes Szenario, mit dem sie eindrucksvoll zeigen, dass der Krieg früher und auch heute für die Menschen ein sinnloses und grausames Blutbad anrichtet. Durch das Werk aus einem Gerüst und bemalten Folien soll der Betrachter hindurchgehen und die verschiedenen Aspekte zum Thema Gewalt die Marcel Dahmen, Miriam Hein und Michelle Drews gemalt haben, auf sich wirken lassen.

Es soll zeigen, dass egal, wo wir hingehen, wir immer wieder Gewalt erleben. Es gibt natürlich noch zahlreiche andere Werke, so auch gemalte Bilder, die ab sofort im Kirchenraum der Marienburg hängen und stehen. Der Besucher der Ausstellung ist eingeladen, die Werke zu betrachten und die Gedanken der jungen Künstler dazu zu lesen. Erfreut wären die Schülerinnen und Schüler über zahlreiche Rückmeldungen im ausliegenden Gästebuch zu ihren Arbeiten

Von Paula Görgen

Ein Kommentar zu „Krieg und Kunst: Ausstellung auf der Marienburg“

  1. E. Harmel

    Ein Bravo an die Künstler. Ihr habt euch sehr unterschiedlich, zum Teil erschreckend realistisch mit dem Thema auseinander gesetzt. Eine beeindruckende Ausstellung. Weiter so!

Beitrag kommentieren:

  • (will not be published)