Integrierte Gesamtschule Zell an der Mosel

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Ausstellung „Kirche zwischen Traum und Wirklichkeit“

Kirche zwischen Traum und Wirklichkeit

Mit unserer Ausstellung möchten wir Sie anregen, über „Kirche“ nachzudenken. Sie können sich mit Ihren Kommentaren, Meinungen, Wünschen und Sehnsüchten beteiligen und sie auf das weiße Band notieren.

Eingang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Eingang wird der Besucher dieser Ausstellung als erstes auf dieses Bild schauen. Es zeigt uns Christen in unserer Kirche. Jeder befindet sich in einer anderen Situation. Als Außenstehender, als aktiver Kirchgänger oder Mitarbeiter in einem der kirchlichen Gremien. Macht uns die Kirche Mut oder leiden wir unter der aktuellen Kirche? Die Kirchenaustritte der letzten Jahre und die Skandale um Missbrauch haben viele Menschen von der Kirche entfernt.

 

 

 

 

 

 

 

Kirche heute

Das Schiffsfragment soll uns aufrütteln, wach machen und uns anregen, über die aktuelle Lage der Kirche nachzudenken. Ist unsere Kirche noch intakt oder ist sie so wie dieses Bootfragment zerbrochen. In unserem Boot steht noch ein Kreuz aus alten Balken. Es steht aufrecht. Die Botschaft ist über Jahrtausende weitergegeben und gelebt worden. Das Kreuz hat Spuren der Geschichte, aber es steht nach wie vor aufrecht in der zerbrochenen Kirche von heute. Am Rand des Bootes liegen Rettungsring und Rettungsweste, gibt es eine Rettung?

 

P.S. Die Balken des Kreuzes sind von einem Haus von 1700.

 

Unser Traum von der Kirche

 

 

 

 

 

Um die Kirche darzustellen, haben wir als Symbol ein Boot gewählt. Wir Christen sind gemeinsam unterwegs. Kirche darf nicht statisch sein sondern muss sich bewegen in dem Wasser, was sie umgibt. In dem Boot befinden sich Kinder, Jugendliche, Familien, alte Menschen, Flüchtlinge, Migranten und Menschen mit Behinderungen. Für alle ist Platz in dem Boot. Jesus hat sich besonders für Kranke und Außenseiter eingesetzt. Wir müssen dafür sorgen, dass alle genannten Personen aufgenommen werden und sich in der Gemeinschaft wohlfühlen können.

Der Bischof, der am Rande des Bootes steht, wirft gerade seine Mitra und seinen Bischofstab über Bord. Dies bedeutet, es sollte keine triumphierende Kirche mehr geben sondern eine dienende Kirche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben dem Altar befindet sich eine Kirche. Wir haben sie aus einem Zeltgestänge und leichtem transparenten Stoff erstellt. Ein Zelt bedeutet, unterwegs zu sein, immer auf dem Weg, kein Stillstand, kein Verharren. Diese Kirche hat keinen Turm, Türme drücken Macht aus, stehen auf Verteidigung. Kirche ruft von innen – sie braucht keine Reklame-Glocken.

Der transparente Stoff lässt uns durchsehen. Kirche sollte transparent sein. Von allen Seiten ist diese Kirche offen, für jedermann zugängig. Die offenen Türen laden alle Menschen ein.

 

Christen = Bewohner der Gewächshäuser

Wir Mitglieder der Kirche leben oft wie in kleinen Gewächshäusern eher vereinzelt. Wir grenzen uns ab.  Egoismus und das Denken an den eigenen Vorteil lassen uns vereinsamen und unglücklich werden. Es gibt aber noch Hoffnung. Wir machen einen Schritt hinaus – und schon befinden wir uns im Grünen, Zeichen der Hoffnung

Es könnte etwas wachsen.

 

Kirche ist…

 

Auf diesem Transparent sind Meinungen und Zitate niedergeschrieben worden. Jeder Besucher ist eingeladen, das Textband zu vervollständigen.

Hier die Texte und Kommentare, die schon von Beginn der Ausstellung an zu lesen waren:

 

 

Gemeinde als Basis ist nicht sprachlos

 

Jesus war da für Außenseiter – Kirche muss Raum haben für:

  • Gleichgeschlechtliche Paare
  • Für Geschiedene
  • Für Wiederverheiratete
  • Für Kranke
  • Für Behinderte

 

Von dem englischen Kardinal John Henry Newman

(1801 – 1890) ist dieses Wort überliefert:

„Leben heißt, sich verändern“

„Vollkommen sein heißt, sich oft verändert zu haben“.

 

“Ecclesia semper  reformanda”

(- die Kirche ist immer zu reformieren, das ist die Einsicht der Reformation.)

 

Den Menschen mit Gotteskraft beistehen: das ist Kirche

Die Kirche kann sich heute nicht mehr allein auf einen festen Kern von Mitgliedern in ihren Gemeinden stützen. Aber sie wird dort zur Kirche, wo sie sich für die Bedürfnisse und Nöte der Menschen öffnet. Das geschieht nicht nur innerhalb der Ortskirchengemeinde. Kirche wird dort zur Kirche, wo sie Menschen in den Übergängen und Tiefen ihres Lebens mit Gottes Kraft zur Seite steht. Das Evangelium selber verweist die Kirche auf ihren Platz: Sie stehe dort, wo Menschen an den Rand der Gesellschaft geraten sind. Wie Jesus selber muss die Kirche bereit sein, sich in die Abgründe menschlicher Existenz zu begeben. Dietrich Bonhoeffer beschrieb diesen Auftrag der Kirche so: “Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist.”

 

Gerhard Ulrich:

„Eine unpolitische Kirche gibt es nicht“

 

Luther

“Glaube ist eine lebendige, verwegene Zuversicht auf Gottes Gnade. Und solche Zuversicht macht fröhlich, mutig und voll Lust zu Gott und allen Geschöpfen.”

 

Wer seinem Nächsten zu Hilfe kommt in seinem Leid, sei es geistlich oder weltlich, dieser Mensch hat mehr getan als derjenige, der von Köln bis Rom bei jedem Meilenstein ein Münster errichtet.
Albert der Große (1200-1280), deutscher Naturforscher, Philosoph und Theologe

 

Die Kirche ist noch sichtbar. Aber das Kreuz ist schon im Nebel verschwunden.

Karl Lehmann:

„Die Kirche kann sich nicht wie ein Unternehmen verhalten, das ein Angebot ändert, wenn die Nachfrage nachläßt“

Hans Küng:

„Die wirkliche Kirche ist – die Kirche Gottes aus Menschen in der Welt für die Welt“

Franziskus Z.:

„Ich sehe ganz klar, dass das, was die Kirche heute braucht, die Fähigkeit ist, Wunden zu heilen und die Herzen der Menschen zu wärmen – Nähe und Verbundenheit“.

Ich sehe die Kirche wie ein Feldlazarett nach einer Schlacht. Man muss einen Schwerverwundeten nicht nach Cholesterin oder nach hohem Zucker fragen. Man muss die Wunden heilen. Dann können wir von allem anderen sprechen. Die Wunden heilen, die Wunden heilen… Man muss ganz unten anfangen“

Norbert Blüm:

„Die Gesellschaft erwartet keine unfehlbare Kirche, sondern eine Kirche, die mit ihr auf der Suche bleibt, wie man die Welt verbessern könnte“

Franziskus:

„Niemand kann von der Barmherzigkeit Gottes ausgeschlossen werden! Die Kirche ist das Haus, das alle aufnimmt und niemanden abweist“.

 

Artikel

Ausstellung „Kirche zwischen Traum und Wirklichkeit“

Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs Kunst und Handwerk haben ihre Gedanken in Kunstwerke umgesetzt.  

Im Eingang wird der Besucher dieser Ausstellung als erstes auf ein großes Bild stoßen. Es zeigt uns Christen in unserer Kirche. Jeder befindet sich in einer anderen Situation: als Außenstehender, als aktiver Kirchgänger oder Mitarbeiter in einem der kirchlichen Gremien. Macht uns die Kirche Mut oder leiden wir unter der aktuellen Kirche? Die Machtprobleme der letzten Jahre und die Skandale um Missbrauch haben viele Menschen von der Kirche entfernt. Empfangen wird der Ausstellungsbesucher von einem langen weißen Transparent, auf dem Zitate, Kommentare und Wünsche notiert sind. Die Besucher sollen sich mit den Texten der Schülerinnen und Schüler aus dem Religionsunterricht der Klassenstufe 10 auseinandersetzen und das lange Textband mit eigenen Kommentaren und Wünschen ergänzen. In der Mitte liegt ein Schiffsfragment, es soll aufrütteln, wach machen und anregen, über die aktuelle Lage der Kirche nachzudenken. Ist unsere Kirche noch intakt, oder ist sie so wie dieses Bootfragment zerbrochen. In unserem Boot steht noch ein Kreuz aus alten Balken. Es steht aufrecht. Die Botschaft ist über Jahrtausende weitergegeben und gelebt worden. Das Kreuz hat Spuren der Geschichte, aber es steht nach wie vor aufrecht in der zerbrochenen Kirche von heute. Am Rand des Bootes liegen Rettungsring und Rettungsweste, gibt es eine Rettung? Neben dem Boot  verdeutlicht ein Ruderboot den Traum von der Kirche wie sie sein sollte. Wir Christen sind gemeinsam unterwegs. Kirche darf nicht statisch sein sondern muss sich bewegen in dem Wasser, was sie umgibt.

In dem Boot befinden sich Kinder, Jugendliche, Familien, alte Menschen, Flüchtlinge, Migranten und Menschen mit Behinderungen. Für alle ist Platz in dem Boot. Jesus hat sich besonders für Kranke und Außenseiter eingesetzt. Wir müssen dafür sorgen, dass alle genannten Personen aufgenommen werden und sich in der Gemeinschaft wohlfühlen können. Der Bischof, der am Rande des Bootes steht, wirft gerade seine Mitra und seinen Bischofsstab über Bord: es sollte keine triumphierende Kirche mehr geben sondern eine dienende.

Hinter dem Altar befindet sich eine weitere Kirche. Sie wurde aus einem Zeltgestänge und leichtem transparentem Stoff erstellt. Ein Zelt bedeutet, unterwegs zu sein, immer auf dem Weg, kein Stillstand, kein Verharren. Diese Kirche hat keinen Turm, Türme drücken Macht aus, stehen auf Verteidigung. Kirche ruft von innen – sie braucht keine Reklame-Glocken.

Der transparente Stoff lässt uns durchsehen. Kirche sollte transparent sein. Von allen Seiten ist diese Kirche offen, für jedermann zugängig. Die offenen Türen laden alle Menschen ein. Die Christen, die zu der Kirche gehören, befinden sich in kleinen Gewächshäusern eher vereinzelt. Egoismus und das Denken an den eigenen Vorteil lassen sie vereinsamen und unglücklich werden. Es gibt aber noch Hoffnung. Wenn sie einen Schritt hinaus machen, befinden sie sich im Grünen, Zeichen der Hoffnung. Es könnte etwas wachsen.

Herstellung

Presse:

 

Gästebuch: